Castingshows - die moderne Pest
Jeder ist Popstar! Doch muss das wirklich sein? FRiSCH-Reporter Christian Toth, 19 Jahre, hat die Nase voll.
Warum nur, warum muss es eine Castingband nach der anderen geben? Und warum ist eigentlich schon programmiert, dass sie nur Eintagsfliegen produzieren? Wahrscheinlich, weil erstens, dieses Lied eben das einzige Lied war, dass die Superstars singen konnten. Und wohin soll zweitens denn die nächste Generation der Popsternchen rücken, wenn die letztere nicht gleich wieder abtritt? Wo kommen die eigentlich alle her? Ich dachte, die heutige Mutter bekommt im Schnitt gerade mal 1,3 Kinder. Die landen doch wohl nicht alle bei Popstars?
Die Superstars von heute made by Popstars und DSDS breiten sich wie eine moderne Form der Pest überall aus. Und es gibt scheinbar kein Gegenmittel. Selbst die überaus unnötigen Bloßstellungen durch Dieter Bohlen schrecken nicht ab – stetig wachsen neue künftige Superstars nach. Irgendwie scheint sich jeder mit der neuen Pest anzustecken – ein Gegenmittel ist nicht in Sicht.
Nicht mal die Qualität der Sendungen, ihre Monotonie und schon fast widerliche Klischeehaftigkeit sind abschreckend genug. Oder ist niemandem außer mir aufgefallen, dass immer unter den letzten dreien eine Daniel Kübelböck-Kopie, ein „Außenseiter“ und ein toller Normalo sind?
Und diese Pseudoliebe, die zur Schau gestellt wird, wenn ein Kandidat rausfliegt. Wenn sich alle zusammen Hand in Hand vor die knallharte Jury stellen und insgeheim hoffen, dass der Nebenmann rausfliegt. Die Pest überlebt!
Es gibt nur einen Weg, sie zu besiegen: die Quarantäne. Also schließt endlich diese Superstars irgendwo tief im Keller ein, wo sie keiner mehr hören kann. Oder schaltet einfach den Fernseher aus und treibt sie so ins Quotentief.
Aber wehe, daraus wird eine Sendung wie „Hilfe, ich bin ein Superstar, holt mich hier raus!“ Ich kann es echt nicht mehr hören.






Fiesling
am 29. Januar 2008 um 00:01:wenn man es boykottiert, bemerkt man es nicht. die können ihre show liebend gerne abziehen, mir ist sie egal und in meinem freundeskreis gottseidank eigentlich nie gesprächsthema.
Rebekka
am 29. Januar 2008 um 14:50:Ich stimme fiesling da zu! Einfach nicht beachten und die Leute die da hingehen halt machen lassen. Wenn man so blöd ist, selber schuld… Mich stört es jedenfals nciht, dass ich schon bei der 2 Staffel nicht mehr mitreden konnte, egal ob beim drüber lästern oder mitfiebern… Das deutsche Fernsehn wird halt immer schlechter und weil sie nix neues aufregendes zu bieten haben müssen sie halt ihr Castingshows und sogenannten Reality soaps in der 25 Neuauflage zeigen…
Rebekka
am 29. Januar 2008 um 14:55:übrigens, wenn sich noch dumme finden, die da mitmachen und welche, die das ganze schauen warum sollten die Sender nicht so weiter machen, da geht es doch eh immer nur ums Geld und nicht mehr um die Qualität der Sendungen!
Aber zum Glück gibt es ja auch noch andere Musik, echte, da kann man diese Lieder, die eh alle gleich klingen ruhig links liegen lassen!
Fiesling
am 29. Januar 2008 um 23:50:ich finde das deutsche fernsehen eigentlich garnicht schlecht. wenn ich irgendwann fernsehe dann finde ich immer etwas interessantes.
Der kategorische Imperativ
am 30. Januar 2008 um 09:37:Ich finde einfach diese Tendenz zum TrashTV schrecklich, dass wirklich schwachsinnige Sendungen ohne ende abgespielt werden. natürlich muss es sowas auch mal geben, das tut auch vllt ab und an gut, weil man halt abschalten kann, aber in so einem übermaß verdummen doch die menschen, vor allem wenn sies von klein auf mitkriegen. und speziell diese castingshows a la bohlen nerven mich total, ich finds katastrophal das sich so viele leute daran ergötzen wenn die “kandidaten” fertiggemacht werden. und gleichzeitig find ichs bescheuert, dass die leute echt dumm genug sind da hin zu gehen. denen fehlt absolut die selbsteinschätzung, die aussicht darauf nur kurz ins fernsehen zu kommen ist für sie ein blickpunkt, der sich lohnt auch wenn man vor millionen zuschaurn blosgestellt wird. und da sich da eh jeder blamiert ists garnicht mehr so schlimm. so sendungen missbrauchen doch das streben des einzelnen nach anerkennung indem sie ihnen eine aussicht geben, (an die wohl die kandidaten glauben), von der der sender aber genau weiß, dass es eine aussichtslose aussicht ist.
denkt der
kI
Maxie
am 01. Februar 2008 um 13:39:Das Dschungelcamp, DsdS, Popstars, Big Brother usw, ist doch alles der gleiche Mist. Einfach nicht zuschauen und ignorieren, je weniger es gucken und je weniger sich dafür interesiieren, desto schneller wirds abgesetzt.
Und echte Talente gehen sowieso zu Stefan Raab’s SSDSDSSWEMUGABRTLAD, da gibt es wenigstens noch Niveau. Jeder, der da mitgemacht hat, hätte alle von diesen ganzen anderen Castingshows in Grund und Boden singen können.
Maxie
am 01. Februar 2008 um 13:41:upps xD das soll interessieren heißen…
Rebekka
am 07. Februar 2008 um 14:13:Naja, also wenn Stefan Raab nivauvolles Fernsehen sein soll….
Der kategorische Imperativ
am 08. Februar 2008 um 13:57:Ich hab gehört, der macht das um einiges professioneller als die anderen. Und wie ich finde, sind die, die am ende rauskommen wirklich besser, und vor allem schonmal unabhängig - ganz im gegensatz zu dieter bohlens stars.
Rebekka
am 12. Februar 2008 um 15:21:Vielleicht sind die Stars unabhängig von Bohlen (aber was ist mit Herrn Raab?), und die Show echter, aber macht das nivauvolles Fernsehen aus?
Ausserdem wer von Steffan Raabs “Stars” bleibt länger als 2 Jahre auf der Bildfläche?
Früher oder später landen sie alle im Dschungelcamp für ausgemusterte Stars die noch mal en bisschen Ruhm und Geld brauchen….
Der kategorische Imperativ
am 13. Februar 2008 um 16:35:eigentlich ganz lustig, dass es für versager eintagsfliegen eine auffang und comeback show wie dschungelcamp gibt - garnicht so dumm durchdacht ;)
der
kI
Sunita
am 14. Februar 2008 um 17:25:da bin ich auch total der meinung! casting shows nerven - vorallem weil wir einfach jeden schrott aus den usa übernehmen müssen und das letzte bisschen niveau was wir noch hatten surch castingshows uns ähnliches erstzen!
Der kategorische Imperativ
am 15. Februar 2008 um 20:53:ja, stimmt, das meiste wird von uns aus den staaten übernommen. aber was ich ganz lustig finde: angeblich hat stefan raab seine show “schlag den raab” an 12 länder verkauft, bei denen wird die sendung dann schlag den promi heißen, unter anderem england, frankreich. wir exportieren also auch ;)
Sunita
am 17. Februar 2008 um 20:30:das hört sich doch ganz gut an XD auch wenn ich das nie gucken würde…
FRiSCH-Red.
am 19. Februar 2008 um 17:01:Jugendschützer fordern 100 000 Euro Strafe für RTL
Hamburg (dpa) - Die deutschen Jugendschützer wollen gegen RTL ein Bußgeld in Höhe von 100 000 Euro durchsetzen. Nach Ansicht der
Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat der Sender in den ersten vier Ausgaben seiner Show „Deutschland sucht den Superstar“ gegen die Jugendschutzbestimmungen verstoßen, weil „aufgrund der Inszenierung durch RTL eine Entwicklungsbeeinträchtigung von Kindern unter zwölf Jahren vorliegt“, wie die KJM am Dienstag nach ihrer Sitzung in München mitteilte. In der Öffentlichkeit war häufiger Jury-Mitglied Dieter Bohlen wegen seiner flapsigen Umgangsformen mit den Kandidaten kritisiert worden. Ein Bußgeld kann aber erst nach einer Anhörung des Senders verhängt werden.
Neben dem herabwertenden Verhalten der Jury problematisierte die
KJM auch die redaktionelle Gestaltung der Casting-Auftritte durch
RTL, die „die Kandidaten gezielt lächerlich machte und damit dem
Spott eines Millionenpublikums aussetzte“, wie es in der Mitteilung
hieß. Dies erfolge zum Großteil durch die Einblendung von Untertiteln und Animationen durch die Redaktion. „Beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhalten werden genau wie in der letzten Staffel als Normalität dargestellt“, sagte KJM-Vorsitzender Wolf-Dieter Ring. „So werden Verhaltensmodelle vorgeführt, die den Erziehungszielen wie Toleranz und Respekt entgegenwirken und eine desorientierende Wirkung auf Kinder ausüben.“
Die KJM rügte den Sender außerdem, weil er „trotz wiederholter
Aufforderungen der KJM anlässlich des Prüfverfahrens zur 4. Staffel
von “DSDS” im Jahr 2007 unterlassen hat, das Format vor Ausstrahlung der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen zur Prüfung vorzulegen“, wie es hieß. „Nur bei einer vorherigen Prüfung kann eine Selbstkontrolle ihre präventive Wirkung entfalten.“
Rebekka
am 20. Februar 2008 um 10:00:Das find ihc gut, dass auch rechtlich was dagegen unternommen wird. Leider sind es ja auch die Eltern, die ihre Kinder sowas schauen lassen. Und mal ganz ehrlich: Die Kandidaten sind doch selber Schuld. Zum fünften Mal ziehen Dieter Bohlen und RTL jetzt schon diese Show ab und wer bis dahin noch nicht kapiert hat, dass er vor halb Deutschland lächerlich gemacht wird, dem ist halt nicht zu helfen.
Ob die 100.000 helfen da sRTL ne 6. Staffel produziert ich glaubs kaum!
Was man sich mal überlegen muss: Da sitzt irgendwo in der Welt jemand, der dieses Format erfunden hat und sich jetzt überall ne goldene Nase dran verdient. Weil es das ja mit dem selben Logo und der selben Art in verschiedenen Ländern der Welt gibt. Das finde ich erschreckend, mit was man doch alles Geld machen kann….
Christian Wolf
am 17. April 2008 um 15:42:….da sprießen die Castingshows wie Pilze aus dem Boden….
Da suchen die einen Deutschlands Superstar und die anderen Top Models und wenn dass dann auch nicht reicht kommen noch Tarzan und und irgendwelche Super Männer auch dazu. Der Lerneffekt bleibt meistens aus, es sei denn, mann möchte die endlos doofen Sprüche von Dieter Bohlen auf dem Schulhof und auf der Arbeit kopieren. Was jedoch den Reiz ausmacht, ist die bunte Mischung der Kandidaten und deren Emotionen. Wer scheitert und ihre komplette Meinung und Wünsche. Der Zuschauer fühlt mit und es entsteht eine Art emotionale Bindung. Leider fallen viele lehrreiche Sendungen aus und Talkshows,Gamesendungen und wie auch alle Casting-Shows nehmen dafür den Platz ein. Es scheint, als wollen sich die Menschen verdummen lassen. Dies bestätigt zumindest, die Quotenzahlen. Viele renomierte Zeitungen und Zeitschriften werden zu einem Boulevardteil gezwungen, um modern zu wirken und auch sein Leserkreis bei zu behalten.