Artikel aus dem November 2009

Nov30

Castingzirkus

Von Anika Pfützner, 21 Jahre

Sobald man den Fernseher anschaltet wird man mit Talentshows und ideenlosen Castingvarianten gequält. Dort machen sich dann die meist talentfreie Teilnehmer zum Affen des ganzen Landes. Es gibt nur zwei Gefühlsregungen, die bei den Zuschauern ausgelöst werden. Entweder man kann herzhaft lachen oder man schämt sich in Grund und Boden. So leben die Kandidaten nur für den kurzen Moment des Ruhmes und der Anerkennung. Weiterlesen »

Thema: Ausgeteilt | Veröffentlicht am 30. November 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback
Nov23

Umdenken im Fußball?

Von Maximilian Seib, 17 Jahre

Kaum eine Nachricht hat die Menschen zuletzt so beschäftigt, wie der Selbstmord des Nationaltorwarts Robert Enke. Es gab unzählige Trauermeldungen in zig Internetforen und Extra-Sendungen im TV. Und überall die selbe Frage: Was hat den beliebten und erfolgreichen Fußballprofi dazu gebracht, seinem Leben ein Ende zu setzen? Weiterlesen »

Thema: Ausgeteilt | Veröffentlicht am 23. November 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback

Nov16

Medienkunde als Schulfach?

Von Vivian Yurdakul, 20 Jahre

Gewaltexzesse, Sprachverwahrlosung, Pornografie: Mit diesen und zahlreichen anderen Gefahren des Internets mussten Jugendliche bislang alleine fertig werden. Das soll zumindest in Bayern bald vorbei sein. Denn dort wurde das Fach Medienkunde an dreißig Grundschulen testweise eingeführt. Ziel ist es, Kindern einen eigenverantwortlichen Umgang mit Medien beizubringen. Eigene Schulstunden sind für das neue Schulfach nicht eingeplant. Stattdessen soll Medienkunde fächerübergreifend unterrichtet werden. Wo genau jedoch Lehrer etwas zum Umgang mit Medien in ihren regulären Unterricht einstreuen sollen, ist unklar. Auch wird es statt einer Benotung lediglich Urkunden geben, die die Teilnahme am Unterricht belegen.
Die Pläne des bayerischen Kultusministeriums klingen unkonkret. Ein Fach, das ohne eigene Schulstunden, ohne eigene Lehrer und ohne eigene Benotung auskommen soll, ist sinnlos. Ohne konkrete Lehrpläne zu entwickeln klopfen sich die bayerischen Bildungspolitiker auf die Schulter und behaupten, sie würden etwas tun gegen Killerspiele im Internet, sich häufende Fälle von Pornosucht bei Jugendlichen und die Verwahrlosung der Sprache in den Chatrooms. Besser wäre es, Eltern über die Gefahren zu informieren, die vom Internet ausgehen. Dann würden sie ihren Kindern am Computer in Zukunft genauer über die Schulter sehen und jedes Stück nackte Haut, jede Blutfontäne im Onlinespiel und jedes grammatikalisch inkorrekte Wort im Netzjargon bemerken. Lehrer können ohnehin nicht kontrollieren, was ihre Schüler zu Hause vor dem Bildschirm machen. Eltern schon.

Thema: Ausgeteilt | Veröffentlicht am 16. November 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback
Nov16

Der Ort, an dem Dominik Brunner starb

Von Maximilian Lüderwaldt, 16 Jahre

In München regnet es. Es ist ein trister Sonntag im Oktober, vier Wochen, nachdem die Tat passierte. Die Geschäfte sind geschlossen, nur am Hauptbahnhof scharen sich ein paar Reisende um die Imbissbuden. Eine Ebene darunter rollt die S-Bahn 7 die Gleise entlang. Ihr Ziel ist Wolfratshausen. Bekannt geworden ist die Linie 7 aber durch eine andere Station. Es ist Solln, der Ort, an dem Zivilcourage und der Tod von Dominik Brunner zusammentrafen. Weiterlesen »

Thema: Mitmischen | Veröffentlicht am 16. November 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback

Nov9

Auf zu neuen Ufern?

Von Hannah Rammé, 19 Jahre

Der Gedanke kam beim gefühlten zehnten Abschiedsfest einer Freundin, die für ein Jahr die Stadt verlässt: Man ist im Leben ständig dabei, sich zu verabschieden. Manchmal ist es ein großer Abschied, manchmal nur das „bis gleich“, die Trennung von kurzer Dauer. Wie oft man am Tag „tschüss“ sagt: Nach der Schule, am Bahnhof, im Supermarkt an der Kasse, nach einem Treffen.Es gibt unzählige Arten von Abschied. Es kann aber immer das letzte Mal sein, dass man sich von jemandem verabschiedet hat.

Aber nicht nur von Menschen trennt man sich, sondern auch von engen Beziehungen, einem Lebensabschnitt, der Kindheit, einem Traum oder von einem Land. Es fällt schwer, sich nach einer Reise von der Zeit dort zu verabschieden und es ist manchmal erschreckend, wie schnell man sich im Alltag wiederfindet. Es braucht Überwindung, sich von einem Nahestehenden zu verabschieden, der beispielsweise einen neuen Lebensabschnitt in einem anderen Land beginnt. Es fällt schwer, sich von Beziehungen zu verabschieden oder sich von der Familie endgültig zu lösen, beispielsweise durch einen Auszug. Dennoch, mit Abschieden muss ich leben lernen. Es gehört im Leben dazu, ich sollte keine Angst haben, „tschüss“ zu sagen. Denn so schwer der Abschied auch sein mag, es hat auch gute Seiten, sich von Altem zu lösen und etwas Neues zu beginnen.

Es gehört Mut dazu, aber wer will schon mit 30 immer noch bei den Eltern hocken, ohne auch nur einmal erlebt zu haben, wie es ist, Abschied genommen zu haben? Auf zu neuen Dingen. Abschiede können einfacher werden, wenn man offen und zuversichtlich dem Neuen entgegengeht.

Thema: Ausgeteilt | Veröffentlicht am 09. November 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback


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