Artikel aus dem Juli 2009

Jul27

Alltag im Azubi-Blog

“Das sind die Dinger, die an die Flugzeuge andocken“, schreibt Nico in sein Web-Tagebuch. Wovon der 22-jährige Azubi spricht, wird bald klar: Nico macht innerhalb seiner Ausbildung zum Mechatroniker in der Abteilung „Fluggastbrücken“ Station. Dort überprüft er beispielsweise Brandschutztüren und -tore, ebenso Schiebetüren, Drehflügeltüren und natürlich Fluggastbrücken. Damit andere an seinen Erlebnissen teilnehmen können, berichtet er regelmäßig im Fraport-Weblog über seinen Arbeitsalltag am Frankfurter Flughafen. Weiterlesen »

Thema: Jugend&Wirtschaft | Veröffentlicht am 27. Juli 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback
Jul27

“Kümmert euch um Ausbildung”

Frisch-Autor Maximilian Lüderwaldt sprach mit dem hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) zum Thema “Zukunft der Jugend in Krisenzeiten”

Herr Posch, Wirtschaftskrise in Hessen und auf der ganzen Welt. Der Staat gibt riesige Summen an Rettungsgeldern aus. Ist das im Hinblick auf die nächste Generation, die das alles zurückzahlen muss, in diesen Höhen nicht verantwortungslos? Weiterlesen »

Thema: Jugend&Wirtschaft | Veröffentlicht am 27. Juli 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback

Jul20

Losstarten oder Durchatmen

Fritz: Was ist los, Vivian? Du siehst leicht müde aus, nicht genug geschlafen? Ich konnte heute wie immer bis zwölf Uhr schlafen. Das Leben nach dem Abitur ist wunderbar.
Vivian: Wie schön, lieber Fritz, ich bin um 5.45 Uhr aufgestanden, hatte bereits sechs Stunden Schule, und auch die Hausaufgaben liegen hinter mir.
Fritz:Freu dich auf die Zeit nach dem Abitur, wenn du lange schlafen und viel fernsehen kannst.
Vivian: Das halte ich für den falschen Ansatz. Nach dem Abitur geht es erst richtig los. Durchstarten, Karriere machen – der frühe Vogel fängt den Wurm.
Fritz: Das siehst du völlig falsch. Nach dem Abi sollte man sich ein wenig Freiheit gönnen. Der Stress kommt früh genug.
Vivian: Ich würde es gar nicht aushalten, nichts zu tun.
Fritz: Es ist ja nicht so, dass ich nur nutzlos herumliege. Ich beschäftige mich mit Dingen, die mir Spaß machen. Ich lese viel, fotografiere, schreibe und widme mich der Musik.
Vivian: Du hast doch das Abi bestanden, damit kann man viel anfangen. An deiner Stelle würde ich mich schnell um die Zukunft kümmern. Je länger du jetzt nichts machst, desto schwerer wird es dir fallen, irgendwann wieder zu arbeiten.
Fritz: Aber es ist falsch, sich immer nur zu fragen, was man machen sollte. Stattdessen will ich mich fragen, was ich machen will. Und für die Beantwortung dieser Frage brauche ich Zeit.
Vivian: Ich finde es auch sinnvoll, sich mit den eigenen Zukunftswünschen zu beschäftigen. Aber man muss auch seine Pflichten erfüllen. Wenn du eines Tages eine Arbeit haben möchtest, die du gerne machst, dann solltest du dich jetzt mit aller Kraft darum bemühen.
Fritz: Warum? Ich will einmal in meinem Leben einfach nur leben – ohne ständig daran zu denken, welche Lebenspflichten, deren Sinn mal dahingestellt sei, ich gerade nicht erfülle. Die Zeit zwischen Abitur und Job ist für solch eine Auszeit sehr geeignet.
Vivian: Ja, aber auf diese Weise bekommt dein Lebenslauf eine Lücke, und du wirst immer Probleme haben, eine anständige Arbeit zu finden. Da wäre es sinnvoller, jetzt voll durchzustarten und sich die schönen Sachen für später aufzuheben.
Fritz: Wann später? Wenn ich 60 bin? Lieber jetzt etwas Schönes erleben und sich dann mit 60 daran erinnern. Auch du solltest Erinnerungen schaffen, solange du kannst und dich nicht zu deinem eigenen Sklaven machen. Vivian, nach der Schule solltest auch du erstmal durchatmen und deinen Interessen nachgehen.
Vivian: Es hilft aber nichts, nach der Schule erst einmal ewig herauszufinden, was man später machen möchte, wenn man es später nicht mehr machen kann, weil man nicht rechtzeitig darauf hingearbeitet hat.
Fritz: Nach unserem Gespräch heute lebst du noch etwa 60 Jahre. Kein Grund zu hetzen. Wir leben jetzt. Mach, was du gerne machst, der Rest ergibt sich.
Vivian:Was du als den Rest bezeichnest, ergibt sich nicht von selbst. Dafür muss man arbeiten, und zwar so schnell und so gut wie möglich.
Fritz: Vergiss nur ja das Leben nicht. Statt dich für irgendeine Zukunft, die du eh nicht vorausplanen kannst, kaputtzuarbeiten, solltest du die Gegenwart genießen.

Gespräch: Vivian Yurdakul, 18 Jahre und Fritz Schumann, 19 Jahre

Thema: Jugend&Wirtschaft | Veröffentlicht am 20. Juli 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback
Jul20

Wie bewerbe ich mich richtig?

Herr Haas, auf 110 Ausbildungsplätze kommen rund 4000 Bewerber. Wer hat die besten Chancen?
Fraport legt Wert darauf, dass jemand seine Motivation, weshalb er zum Unternehmen will, plausibel darlegt. Das Schreiben sollte zudem einen aussagefähigen Lebenslauf enthalten. Wenn der Bewerber sozial engagiert ist, sollte er das in jedem Fall erwähnen, denn das lässt Rückschlüsse auf seine soziale Kompetenz ziehen.

Nach der Online-Vorauswahl laden Sie die jungen Leute zum schriftlichen Test ein. Erst wer hier gut abschneidet, darf zum Vorstellungsgespräch.Wie bereitet man sich gut vor?

Ja, wir schauen uns dann drei- bis viermal so viele Bewerber an, wie wir Plätze haben. Kann ein Bewerber seine Entscheidung für den gewählten Ausbildungsberuf gut begründen, stehen die Chancen gut. Beim Bachelor Luftverkehrsmanagement als zentrales Motiv „Ich fliege gern“ anzugeben, wäre eher kontraproduktiv. Es kann auch nicht schaden, wenn man weiß, was die Fraport AG alles macht.

Bei Ihnen haben auch Leute eine Chance, die nicht direkt von der Schule kommen.

Wenn jemand sein Studium abgebrochen hat,um sich neu zu orientieren, ist er oft besonders motiviert und sieht die Ausbildung als letzte Chance, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Gibt es Bereiche, in denen es an Bewerbern mangelt?

Bei den Gebäudereinigern suchen wir unter anderem Leute. Das liegt wohl daran, dass der – eigentlich anspruchsvolle – Beruf leider kein besonders gutes Image hat.

Interview: Raufeld

Thema: Jugend&Wirtschaft | Veröffentlicht am 20. Juli 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback

Jul13

Zwischen den Zeilen: das Arbeitszeugnis

Von Carola Wondrak, 19 Jahre

“Das persönliche Verhalten war im Wesentlichen tadellos” und „unser Praktikant hat die ihm übertragenen Arbeiten mit großem Fleiß und Interesse durchgeführt“. Dass diese Beurteilung der Note 5 bis 6 gleichen würde, kann auf den ersten Blick niemand erkennen. Eigentlich klingt es ja ganz gut, was der Mitarbeiter da gemacht hat. Da muss es doch eine Kunst sein, derart positiv zu beschreiben, dass jemand überhaupt nichts konnte. Ob das eigene Arbeitszeugnis gut ist oder schlecht, kann man sehen, wenn man die Formulierungen entschlüsselt und liest, was wirklich gemeint ist.

Dafür gibt es schon etliche Bücher und nochmal so viele Berater. Aber auch im Internet kann man gute Tipps finden. Zum Beispiel auf der Seite www.zeugnisdeutsch.de. Dort sind die gängigsten Formulierungen mit Schulnoten bewertet. Ein guter Leitfaden für alle.

Thema: Jugend&Wirtschaft | Veröffentlicht am 13. Juli 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback


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Journalismus von Schülern für Schüler

FRiSCH ist ein Projekt der Frankfurter Rundschau.
Rund 650 Schulklassen bundesweit lesen die FR ein Schuljahr lang im Unterricht und schreiben eigene Artikel. Die Jugendredaktion, Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Main-Gebiet, berichtet auf der montags erscheinenden Seite "FR in der Schule" über Themen, die junge Leute interessieren. Was ist eure Meinung? Darüber diskutieren wir hier im FRiSCH-Blog.