Artikel zum Thema 'Mitmischen'

Jul26

Spielzeug der Reichen

Von Henrik Rampe, 14 Jahre

Hans Schäfer, Fritz und Ottmar Walter und nicht zu vergessen Helmut Rahn, der uns 1954 zum ersten WM-Titel schoss – sie alle waren große deutsche Fußballer. Doch nach ihrer Karriere mussten sie noch hart arbeiten. Ob als Inhaber einer Dampfwäscherei, als Friseur, Tankstellenbetreiber oder im Autohandel. Keiner der Helden aus Bern konnte sich auf den Fußball als Einnahmequelle beschränken. Weiterlesen »

Thema: Mitmischen | Veröffentlicht am 26. Juli 2010 um 07:00 | KommentierenTrackback
Dez21

Weiter streiken

Von Vivian Yurdakul, 20 Jahre

Als „großen Schritt nach vorn“ und „begrüßenswert“ betrachten die seit Wochen gegen die so genannte Bologna-Reform protestierenden Studenten die jüngsten Zugeständnisse der Kultusministerkonferenz (KMK). So versprach die KMK, auf die Forderungen der Studenten einzugehen. Künftig solle es längere Regelstudienzeiten und weniger Prüfungsdruck für Bachelorstudenten geben – das klingt gut. Beenden wollen die Studenten ihren Protest dennoch vorerst nicht. Denn trotz allen Fortschritts, so die Studenten, seien die Politiker auf viele Forderungen nicht eingegangen. Tatsächlich scheint die KMK die Studenten nicht wirklich ernst zu nehmen. Eine der Forderungen war die Verlängerung der Regelstudienzeiten, um den Zeitdruck auf die Studenten zu verringern. Weiterlesen »

Thema: Mitmischen | Veröffentlicht am 21. Dezember 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback

Dez14

Abpfiff!

Von Maximilian Lüderwaldt und Arne Reichel, beide 16 Jahre

Ein rauer Wind weht über den Fußballplatz in Manchester. Der Schiedsrichter bläst in seine Pfeife. Abpfiff. Sieg! Die Jungs können ihr Glück nicht fassen. Sie gehören zwar zu einer namhaften Profi-Nachwuchsmannschaft. Aber dass sie beim Nike Cup, einer inoffiziellen Vereins-Weltmeisterschaft der Junioren, etwas reißen würden, hatten sie nicht erwartet. Weiterlesen »

Thema: Mitmischen | Veröffentlicht am 14. Dezember 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback
Nov16

Der Ort, an dem Dominik Brunner starb

Von Maximilian Lüderwaldt, 16 Jahre

In München regnet es. Es ist ein trister Sonntag im Oktober, vier Wochen, nachdem die Tat passierte. Die Geschäfte sind geschlossen, nur am Hauptbahnhof scharen sich ein paar Reisende um die Imbissbuden. Eine Ebene darunter rollt die S-Bahn 7 die Gleise entlang. Ihr Ziel ist Wolfratshausen. Bekannt geworden ist die Linie 7 aber durch eine andere Station. Es ist Solln, der Ort, an dem Zivilcourage und der Tod von Dominik Brunner zusammentrafen. Weiterlesen »

Thema: Mitmischen | Veröffentlicht am 16. November 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback

Okt12

Ist da noch jemand?

Von Maximilian Lüderwaldt, 16 Jahre

Mit dem Titel “Die jungen Milden” ist ein zehn Jahre alter Artikel des Spiegels überschrieben, der eine Generation von Jugendlichen beschreibt, mit der keine Vision zu verbinden ist. Es ist die Rede von der 99er-Generation, die die erste war, die glaubte, die Welt verstanden zu haben und sie nicht mehr verändern zu müssen.

Der Artikel liegt nun schon ein Jahrzehnt zurück, aber Unterschiede zur heutigen Jugend, der 09er-Generation, lassen sich kaum feststellen. Wir sind daran gewöhnt, dass Jugendliche nicht mehr auf die Straße gehen, um für ihre Anliegen, sofern sie überhaupt welche haben, zu protestieren. Und empfinden es als normal, dass es unter jungen Menschen schon lange out ist, sich politisch zu engagieren. In Zeiten wie diesen muss uns dies aber zu Denken geben. Derzeit gibt es enorm wichtige und richtungsweisende Fragen und Probleme in der Weltpolitik.

Sie werden Auswirkungen auf die Zukunft der heutigen Jugend haben, wegschauen ist da nicht die richtige Lösung. Viele Jugendliche wissen Bescheid, über den Krieg in Afghanistan, den Klimawandel und den internationalen Terrorismus. Durch das Internet, das sie mit Informationen überflutet, können sie gar nicht anders, als auf dem Stand der Dinge zu sein. Trotzdem muss sich diese Generation den Vorwurf gefallen lassen, die Welt nicht mehr zu kritisieren, sondern immer nur im Auge zu haben, wie sie am stärksten von ihr profitieren kann.

Viele Probleme und Missstände erscheinen den jungen Leuten als gegeben, sie glauben, dass es sich erst gar nicht lohnen würde, gegen sie zu kämpfen. Erschreckend ist, um ein Beispiel zu nennen, dass in der aktuellen Wirtschaftskrise Milliarden Euro an Schulden gemacht werden, für die später einmal die heutige Jugend aufkommen muss. Trotzdem sind die Konjunkturprogramme Programme geblieben, für die sich kaum jemand wirklich interessiert.

Vielleicht ist nun nach vielen Jahren Leerlauf doch wieder einmal die Zeit für die Jugend gekommen, den Blick zu schärfen und sich verstärkt politisch zu engagieren. In welcher demokratischen Partei oder anderen Organisation sie dies tut, spielt keine Rolle. Um die Grundlagen dafür zu schaffen, ist die Politik gefordert. Es gilt: Bildung schafft Interesse, Interesse schafft Engagement. Die Initiative aber, die muss von den Jugendlichen selbst kommen

Thema: Mitmischen | Veröffentlicht am 12. Oktober 2009 um 07:00 | KommentierenTrackback


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